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Wildkräuter

Gruener Smoothie mit Wildkraeutern„Unsere Nahrungsmittel sollten Heil-, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein“
Hippokrates von Kos, griechischer Arzt und "Vater der Heilkunde"
ca. 460 v. Chr. - † um 370 v. Chr.


Welche Nahrungsmittel hat Hippokrates damit gemeint? Wahrscheinlich die Wildkräuter und

die Wildpflanzen, schreibt Dr. Switzer in seinem Buch: Heilkräftige

Wildkräuter-Vitalkostrezepte.



Wildkräuter sind nicht nur Nahrungsmittel, sondern können auch Heilmittel sein, da sie

einen überragend hohen Gehalt an wertvollen Inhaltstoffen besitzen.

Insbesondere im Grünen Smoothie lassen sich Wildkräuter in idealer und besonders

wohlschmeckender und verträglicher Weise verzehren. Im Hochleistungsmixer werden die

Wildkräuter, zusammen mit frischen Früchten so fein aufbereitet, dass uns die

Inhaltstoffe in sehr bekömmlicher Weise unmittelbar frisch zur Verfügung stehen.


Meine Rezepte enthalten daher seit Frühjahr 2012 grundsätzlich einen kleinen Anteil an

Wildkräutern. Da Wildkräuter sehr herb oder bitter sein können, empfehle auch ich, nur

eine kleine Menge (ca. 20 – 40 g) zu verwenden und die Wildkräuter immer wieder

abzuwechseln.

Hätte es vor 2300 Jahren schon einen Hochleistungsmixer gegeben, hätte Hippokrates ihn

sicher verwendet, schreibt Dr. Switzer, der Meinung bin ich auch.


Mehr über die wertvollen Wildkräuter im Folgenden (Quelle: Zentrum der Gesundheit):

 Wildkräuter schenken uns sehr seltene Vitalstoffe und wertvolle Heilsubstanzen. Wildkräuter

wachsen außerdem kostenlos im Wald, in Parkanlagen, auf Wiesen, an Wegrändern, natürlich

im eigenen Garten und sogar auf dem Friedhof. Viele Wildkräuter passen gut in Salate,

Suppen, Pestos, Gewürzmischungen und Smoothies, andere sind ideale Heilpflanzen. Aus

ihnen können ohne großen Aufwand heilkräftige Tees oder Tinkturen hergestellt werden.

Wann unternehmen SIE Ihre nächste Kräuterwanderung?


Wildkräuter: Ursprünglich und kraftvoll

Der Begriff Wildkräuter bezeichnet Pflanzen, die nicht vom Menschen kultiviert werden,

die nie im Mittelpunkt eines züchterischen Geschehens standen und daher noch das gesamte

Spektrum der Vitalstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe

(auch bioaktive Pflanzenstoffe genannt) einer ursprünglichen und kraftvollen Wildpflanze

enthalten.
Wildkräuter können einjährig sein, treiben aber größtenteils nach einer winterlichen

Ruhephase jedes Frühjahr erneut aus der Wurzel aus, blühen, entwickeln Samen und ziehen

sich schließlich wieder ins Erdreich zurück. Manche Wildkräuter sind allerdings auch im

Winter unter der Schneedecke noch da, halten sich dort tapfer oder wachsen in milden

Regionen sogar in der kalten Jahreszeit noch weiter, z. B. die Vogelmiere.
Wildkräuter brauchen den Menschen nicht
Wildkräuter zeichnen sich dadurch aus, dass sie hervorragend ohne die Pflege des

Menschen gedeihen, was bei Kulturpflanzen eher selten der Fall ist. Wildkräuter sind

extreme Überlebenskünstler. Oft trotzen sie langen Dürreperioden genauso wie schlechten

Bodenverhältnissen. Von Insekten oder Pilzen werden sie so gut wie nie befallen, weshalb

Wildkräuter - sollten Sie sie in Ihrem Garten ansiedeln wollen - keine Abwehrmaßnahmen

in Form von chemischen Spritzmitteln erforderlich machen.
Nicht einmal Kunstdünger wissen die wilden Kräuter zu schätzen. Im Gegenteil:

Synthetische Düngemittel fördern ein schnelles Wachstum und eine übermäßige

Wassereinlagerung, so dass damit automatisch die Nährstoffdichte der betreffenden

Pflanze sinkt. Wildkräuter sind also robust, widerstandsfähig, vor Gesundheit strotzend

und äußerst lebensfroh. Alle diese beneidenswerten Eigenschaften übertragen sie jenem,

der sie isst.


Wildkräuter: Gesünder geht’s nicht
Wildkräuter erfreuen mit einem ungewöhnlich hohen Mineralstoff- und Vitalstoffgehalt.

Zwar wurden bisher erst von wenigen Wildkräutern die entsprechenden Werte bestimmt, doch

die vorhandenen zeigen: Wildkräuter lassen das Kulturgemüse weit hinter sich. Nehmen wir

zum Beispiel den Kopfsalat. Sein Kaliumgehalt liegt bei 224 mg pro 100 Gramm Salat.

Ferner enthält er 37 mg Calcium, 11 mg Magnesium und 1,1 mg Eisen (wobei diese Werte

natürlich auch je nach Bodenart und Anbaumethode variieren können). Schon allein das

Gänseblümchen weist annähernd den dreifachen Kaliumgehalt auf. Außerdem stecken in ihm

fünfmal mehr Calcium, dreimal mehr Magnesium und etwa die zweieinhalbfache Eisenmenge -

und dabei liegt das Gänseblümchen in Bezug auf den Vitalstoffreichtum bei den

Wildkräutern noch eher im breiten Mittelfeld. Der weiße Gänsefuß, das Franzosenkraut und

die Brennnessel hingegen zeigen (siehe Tabelle unten), was im Bereich der Mineralstoffe

in der Welt der Wildkräuter möglich ist.


Wildkräuter stecken voller Vitamin C
Der Kopfsalat ist natürlich ein extremes Beispiel und - wenn aus konventioneller

Gewächshausaufzucht - besonders vitalstoffarm. Doch auch die vitalstoffreichsten

Kulturgemüse wie z. B. Brokkoli, Rosenkohl oder Grünkohl können es mit den Wildkräutern

nicht aufnehmen. Deren Vitamin-C-Gehalt ist zwar unter den Kulturgemüsen absoluter

Spitzenreiter (105 mg Grünkohl und 114 mg Brokkoli und Rosenkohl), im Vergleich zu den

Vitamin-C-Reichtümern der Wildkräuter jedoch sind diese Werte unterstes Niveau. Die

Brennnessel liefert 333 mg Vitamin C, der Wiesenknopf 360 mg und das Gänse-Fingerkraut

402 mg. Beim Vitamin A sieht es ähnlich aus und auch in Sachen Proteine sind die

Wildkräuter dem Kulturgemüse weit überlegen.


Wildkräuter sind proteinreich
Während der durchschnittliche Reineiweißgehalt pro 100 Gramm Gemüse bei den

Kulturgemüsen 1,3 Gramm beträgt, wobei Grünkohl mit 3 Gramm die Liste anführt, gefolgt

von Feldsalat, Lauch und Salaten, enthalten Wildkräuter durchschnittlich die 3,5fache

Proteinmenge. Unter den Spitzenreitern ist hier die Malve, das besonders ungeliebte,

aber äußerst wohlschmeckende Unkraut namens Giersch, der Gänsefuß und die Winterkresse


Wildkräuter sind voller bioaktiver Pflanzenstoffe
Wildkräuter schmecken außerdem meist deutlich aromatischer und würziger als

Kultursalate. Das liegt daran, dass sie neben einem sehr viel höheren Vitalstoff- und

Mineralstoffgehalt auch sehr viel mehr bioaktive Pflanzenstoffe enthalten. Gerade diese

bioaktiven Pflanzenstoffe sind es, denen sich in letzter Zeit immer häufiger die

Wissenschaft widmet. Oft stellt sich dann heraus, dass diese Pflanzensubstanzen viele

Krankheiten heilen bzw. vorbeugen können.


Bitterstoffe in Wildkräutern
Bitterstoffe beispielsweise fördern die Magen- und Gallensaftsekretion, stoppen Fäulnis-

und Gärprozesse im Verdauungssystem, pflegen daher die gesunde Darmflora und beugen

Pilzinfektionen vor. Sie helfen bei der Fettverdauung und unterstützen nicht zuletzt

ganz besonders die Funktionen unseres großartigen Entgiftungsorgans, der Leber.

Bitterstoffe finden sich reichlich im Löwenzahn, in der Schafgarbe, im Gänseblümchen, in

der Wegwarte und in vielen anderen Wildkräutern mehr. Bitterstoffe gibt es auch als

Fertigpräparate z. B. in Form von sog. Kräuterbitter (z. B. Bitterstern®) oder einem

hochwertigen Löwenzahnwurzelextrakt.


Flavonoide in Wildkräutern
Flavonoide sind eine weitere Gruppe höchst wirksamer Pflanzenstoffe. Flavonoide sind

auch in manchem Kulturgemüse und Kulturobst enthalten. Allerdings befinden sie sich

meist in den äußeren Blättern der Kohlgemüse oder in den Schalen von Früchten. Beides

wird bei der herkömmlichen Zubereitung von Speisen gerne entfernt und weggeworfen, so

dass der Durchschnittsmensch kaum in deren Genuss kommt. Enorm hohe

Flavonoid-Konzentrationen sind dagegen in Wildkräutern enthalten. Es gibt viele Tausende

Flavonoidarten. Die meisten fungieren als äußerst leistungsfähige Antioxidantien,

schützen unsere Zellen vor den Angriffen freier Radikale und beugen daher wirkungsvoll

Krebserkrankungen vor. Manche Flavonoide schützen gegen Grippeviren, andere wirken

antibakteriell und verhindern oder heilen Infektionen (z. B. Procyanidine helfen bei

Harnwegsinfekten) und wieder andere bewahren vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und

harmonisieren den Blutcholesterinspiegel. Flavonoide sind in wechselnden Mengen in

nahezu allen Wildkräutern enthalten wie z. B. im wilden Stiefmütterchen, im

Frauenmantel, in der wilden Malve, im Wegerich etc.


Gerbstoffe in Wildkräutern
Gerbstoffe sind ebenfalls in vielen Wildkräuterarten vorhanden. Sie hemmen Entzündungen,

neutralisieren Gifte und vertreiben Bakterien und Viren. Da sie auch zusammenziehend

wirken, werden sie in der Pflanzenheilkunde beispielsweise bei Durchfällen oder

Hauterkrankungen eingesetzt. In dauerhaft hohen Dosen sind Gerbstoffe weniger

empfehlenswert, doch das macht nichts. Wildkräuter nämlich, die gesundheitsbedenkliche

Mengen an Gerbstoffen enthalten, schmecken derart widerwärtig, dass kein Mensch sie

freiwillig essen würde. Gerbstoffe in gesundheitsförderlichen Dosen sind z. B. im

Wiesen-Storchschnabel enthalten, im Gundermann, im Scharbockskraut, im Blutweiderich und

in vielen weiteren Wildkräutern mehr.


Weitere heilkräftige und präventiv wirksame Pflanzenstoffe in Wildkräutern sind die

folgenden:

Saponine: Saponine wirken schleimlösend, hormonstimulierend, entzündungshemmend

und harntreibend. Auch wird eine vorbeugende Wirkung gegen Darmkrebs vermutet. Saponine

finden sich z. B. im weißen Gänsefuß, in der Melde, in der Taubnessel, im Wiesenknopf

und in vielen weiteren Wildkräutern mehr.

Schleimstoffe: Schleimstoffe regulieren die Verdauungstätigkeit, hemmen

Entzündungen, senken Blutzucker und Cholesterin und absorbieren Giftstoffe. Sie werden

gerne bei Atemwegserkrankungen (Husten, Halsentzündungen etc.) eingesetzt. Schleimstoffe

sind z. B. im Spitzwegerich, im Eibisch, in den Blättern der großen Klette, in der

Königskerze, in Lindenblättern und in der Malve.

Senfölglykoside: Zu den Senfölglykosiden zählt beispielsweise der Pflanzenstoff

Sulforaphan, der sich in wissenschaftlichen Studien als hilfreich im Kampf gegen Krebs

(sogar bei therapieresistenten Arten, wie z. B. Bauchspeicheldrüsenkrebs) und Arthritis

erwiesen hat. Senfölglykoside sind in der Brunnenkresse, dem Barbarakraut und im

Wiesen-Schaumkraut, aber auch in Broccoli oder Broccoli-Sprossen enthalten.

Iridoide: Iridoide sind eine weitere hilfreiche Pflanzenstoffgruppe. Sie sind

beispielsweise für die beruhigende Wirkung des Baldrians verantwortlich oder für die

entzündungshemmende des Augentrosts. Andere Iridoide wirken antimikrobiell, antiviral

und blutbildend. Sie kommen z. B. im Spitzwegerich und auch im Ehrenpreis vor.

Kieselsäure: Ein Pflanzenstängel ohne Kieselsäure könnte nicht aufrecht stehen

und gleichzeitig sich im Winde biegen, ohne durchzubrechen. Kieselsäure ist die

wasserhaltige Form des Siliciums. Silicium kommt in nahezu allen unseren Geweben und

Organen vor. Nebenbei stärkt es das Immunsystem und macht Knochen stark. Kieselsäure

findet sich z. B. im Schachtelhalm und dem Lungenkraut.

Phytosterine: Phytosterine senken das schädliche LDL-Cholesterin und wirken

ferner krebsvorbeugend. So vermindern sie das Risiko für Brust-, Darm-, Prostata- und

Magenkrebs. Phytosterine sind im Frauenmantel, in der Nachtkerze, im kanadischen

Berufskraut und in der Königskerze enthalten.

Ätherische Öle: Ätherische Öle gibt es in Wildkräutern in einer schier

unübersichtlichen Vielfalt. Genauso variantenreich wie ihre Sortenvielfalt sind die

unterschiedlichen Wirkungen. Im allgemeinen wirken ätherische Öle heilsam auf das

Verdauungssystem und die Atemwege, z. B. sämtliche Minze-Arten, der Feldthymian und die

Knoblauchsrauke.


Sind Wildkräuter gefährlich?
Die genannten bioaktiven Pflanzenstoffe sind natürlich aus einem bestimmten Grund in den

Pflanzen enthalten. Viele - so glaubt man - dienen der Pflanze als "Fraßschutz". Die

Pflanze produziere also Bitter- oder Gerbstoffe, um pflanzenfressende Tiere davon

abzuhalten, sie zu fressen. Das trifft insbesondere auf Insekten und Pilze zu, eher

weniger auf Säugetiere. Manche Menschen - jene, die glauben, die Natur sei furchtbar

böse und für die Menschheit ziemlich gefährlich - meinen jedoch, dass die bioaktiven

Pflanzenstoffe genau wie für Krabbeltiere auch für die Krone der Schöpfung sehr

ungesund, ja regelrecht gesundheitsschädlich seien. Sie preisen die Verdienste der

Pflanzenzucht, durch die unsere Kulturgemüse entstanden sind, denen ein Großteil der

"bösen" sekundären Pflanzenstoffe weg gezüchtet wurde.


Der Sinn der bioaktiven Pflanzenstoffe
Da sich pflanzenfressende Tiere kein bisschen von dem angeblichen "Fraßschutz" der

Pflanzen beeindrucken lassen, munter die ihnen von der Natur zur Verfügung gestellte

Nahrung vertilgen und Wildkräuter außerdem über Jahrmillionen zur natürlichen Nahrung

des Menschen gehörte, ist die These "sekundäre Pflanzenstoffe sind gefährlich" kaum

ernst zu nehmen. Viel eher liegt der Sinn der Pflanzenstoffe darin, dass die Tiere (und

auch die Menschen) möglichst vielseitig speisen, also nicht zu viel von einer einzigen

Pflanze, sondern viele verschiedene Pflanzen in einer Mahlzeit. Dabei kommen Mensch und

Tier dann in den Genuss sehr vieler verschiedener Pflanzenstoffe, so dass ihre

Gesundheit optimal von deren überragendem Wert profitieren kann.
Aus dem Tierreich weiß man außerdem, dass Tiere bei Unwohlsein oder Wurmbefall auch sog.

Gift- bzw. Heilpflanzen zu sich nehmen. Das bedeutet, dass uns die Natur für jede

Situation einen reich gedeckten Tisch bereit hält und es weitaus gefährlicher ist, KEINE

Wildkräuter in die tägliche Ernährung einzubauen. Je mehr Menschen jedoch die Mär von

den "gefährlichen Pflanzenstoffen" glauben, um so besser natürlich für jene, die gerne

Wildkräuter sammeln, da sich der Ansturm in Wald und Flur somit angenehm in Grenzen

hält.


Wildkräuter am besten selber sammeln
Inzwischen kann man Wildkräuter auch bei Spezialversendern bestellen und sich per Post

ins Haus liefern lassen. Doch lässt sich die Frische und damit die Wirksamkeit von

selbst gesammelten oder womöglich selbst angebauten Wildkräutern nicht übertreffen. Nur

dann können Sie außerdem sicher sein, dass es sich um Pflanzen handelt, die frei von

Spritzmittelrückständen, von Tierkot und von Düngemitteln sind. Ein weiterer Vorteil des

"Wildcraftings" (wie sich die Begeisterung für das Wildkräutersammeln in den USA nennt)

ist, dass Sie nur auf diese Weise lernen werden, essbare von ungenießbaren Wildkräutern

zu unterscheiden.


Wildkräuter-Wissen macht unabhängig
Diese Wildkräuter-Kenntnisse können Ihnen auch in echten Notzeiten äußerst nützlich

sein. Dabei muss es noch lange nicht zu einer Hungersnot kommen, schon ein mehrtägiger

Streik der LKW-Fahrer reich vollkommen aus, um die Supermärkte im Nu leer zu fegen.

Während andere früher oder später in Panik ausbrechen und die letzten Reserven ihrer

Nachbarn plündern, können Sie gemütlich im Park wandeln und sich dort nach Essbarem

umsehen. Ähnlich unbezahlbar sind Kenntnisse im Bereich der Heilpflanzen.
Wer sich selbst wirksame Medizin aus der Natur besorgen und diese zubereiten kann, lebt

deutlich unabhängiger als jener, der bei jedem Gesundheitsproblem - und wenn es noch so

gering scheint - auf Arzt, Apotheker und die Pharmaindustrie angewiesen ist. Statten Sie

sich und Ihre Familie also mit Wildkräuterwissen und am besten auch mit

Wildkräutervorräten aus.


Wildkräuter erkennen
Wildkräuter lernen Sie am besten auf Kräuterwanderungen kennen, die ein Kräuterkundiger

oder eine Kräuterkundige anführt. Auch mit Hilfe von Bestimmungsbüchern kann man im Nu

selbst zum Kräuterkundigen werden (z. B. "Essbare Wildpflanzen" von Fleischhauer,

Guthmann und Spiegelberger). Falls Sie mit der Identifikation mancher Pflanzen dennoch

Probleme haben sollten, können Sie diese fotografieren und mit Hilfe der Fotos Experten

in einschlägigen Internetforen um Rat bitten.


Wildkräuter sammeln
Die beste Zeit für das Sammeln von Wildkräutern ist der frühe Vormittag, nachdem der Tau

getrocknet ist oder bei trockenem Wetter auch abends. Da Sie konventionell

bewirtschaftete Ackerflächen, gedüngte Wiesen, Weideflächen mit Vieh, beliebte

Hunde-Gassiwege, Parks, in denen Pestizide und/oder Herbizide gespritzt werden und

verkehrreiche Gegenden meiden sollten, ist es in manchen Regionen nicht unbedingt

leicht, optimale "Jagdgründe" zu finden. Es lohnt sich also - wann immer möglich -

abgelegenere Wald- und Wiesenlandschaften aufzusuchen oder tatsächlich an einen eigenen

Garten zu denken. Manch einer hat vielleicht einen Nachbar, der allwöchentlich

wutentbrannt seinen Garten von "Unkraut" befreit. In den meisten Fällen handelt es sich

bei Unkraut um wunderbare Wildkräuter, so dass der Akt des Jätens (mit nachfolgendem

Vernichten der Wildkräuter) als höchst paradox gewertet werden kann, da vitalstoffarmen

Kulturpflanzen zuliebe die hochkarätigen Wildkräuter eliminiert werden, während die

Menschheit an Vitalstoffmangel darbt und zur Behebung desselben teure Vitaminpillen

schlucken muss. Warum also nicht wenigstens die gejäteten Wildkräuter nutzen und

verspeisen? Bitten Sie also Ihren Nachbarn darum, Ihnen seine Ausbeute zu überlassen.

Dann müssen Sie Ihre wertvollen Wildkräuter nicht einmal selbst ernten. Viele

Wildkräuter lassen sich überdies auch völlig unproblematisch in Töpfen auf der

Fensterbank oder in Balkonkästen ziehen.


Wildkräuter lagern
Wenn Sie Ihr Sammelgut nicht sofort verarbeiten können, legen Sie die Pflanzen in

verschlossenen Plastiktüten in den Kühlschrank. Für Pesto, Salate und andere

Frischpflanzengerichte sollten die Wildkräuter jedoch möglichst unmittelbar nach dem

Sammeln gegessen bzw. verarbeitet werden.


Wildkräuter trocknen
Wenn Sie Wildkräuter für Tee oder Gewürzmischungen trocknen möchten, dann tun Sie das am

besten an einem luftigen, schattigen Ort. Die getrockneten Wildkräuter dürfen

keinesfalls dunkel werden (was sie oft tun, wenn man sie in der Sonne trocknet), sondern

sollten erkennbar grün bleiben. Am besten lassen sich Wildkräuter trocknen, wenn Sie sie

zu mehreren Bündeln gebunden kopfüber an einem überdachten Fenstergitter, an einem

Wäscheständer oder auf Ihrem Dachboden aufhängen. Sicherheitshalber versehen Sie die

Wildkräuter mit kleinen Schildchen auf die Sie den Namen der Pflanze und den Sammeltag

vermerken.
Trocknen Sie die Kräuter so lange, bis sie knistern und leicht zerfallen, wenn Sie sie

berühren. Wenn Sie Ihre Kräuter in Gefäße abfüllen, bevor sie ganz trocken sind, können

sie schimmlig werden, was unbedingt vermieden werden muss. Wildkräuter mit

Schimmelbefall - und wenn dieser auch nur gering ist - müssen unverzüglich vollständig

entsorgt werden. Sobald die Wildkräuter trocken sind, bewahren Sie sie in

verschließbaren beschrifteten Gläsern oder hängenden Stoffsäckchen an einem kühlen,

trockenen und dunklen Ort auf.


Wildkräuter-Verwendungsmöglichkeiten
Neben den erwähnten Verwendungsmöglichkeiten wie Salate, Suppen, Pesto, grünen

Smoothies, Gewürzmischungen und Tee, können Wildkräuter auch zu spinatähnlichem Gemüse

gedünstet oder für Füllungen, für Kräuterbutter, für Kräuterfrischkäse und zum

Bereichern von Eierspeisen verwendet werden. Manche Blütenknospen (z. B. Löwenzahn)

können außerdem wie Kapern eingelegt werden.


Wildkräuter-Hausapotheke
Pflanzenheilkundliche Bücher zeigen die unendlichen Möglichkeiten für den Einsatz von

Wildkräutern als Medizin. Wildkräuter können zu Pulver, Tees, Kaltwasserauszügen,

Frischpflanzenpresssäften, Sirup, Salben, Kräuterwein, Kräuterölen und Tinkturen

verarbeitet werden. Tinkturen sind alkoholische Kräuterauszüge, die sehr leicht

herzustellen sind und außerdem oft jahrelang haltbar sind, sich also auch für die

Vorratshaltung oder für einzigartige und nützliche Geschenke sehr gut eignen.
Tinkturen selbst gemacht


Quelle: Zentrum der Gesundheit.

Gudrun Neubauer

Gesund ist mein Hobby!

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